Klassenzusammenkunft
Jahrgang 1957
Jahrgang 1957
Wer ist denn das ?
Name : Beatrice Noser
Zivilstand: verheiratet, geschieden, verliebt, verpartnert, verwittwet, 4 Kinder,
3 Enkelkinder
Wohnort : Lerchenfeldstrasse 24, 9535 Wilen bei Wil
Zivilstand: verheiratet, geschieden, verliebt, verpartnert, verwittwet, 4 Kinder,
3 Enkelkinder
Wohnort : Lerchenfeldstrasse 24, 9535 Wilen bei Wil
Geburtstag : 18.09.1957
Beruf : Tierärztin
Hobby : Wandern, den grossen Fragen der Schöpfung nachgehen
Mobil : 079 519 49 91
Mail : beatrice.s.noser@gmail.com
Homepage :
Ennetbaden war das unbewusste Paradies meiner Kindheit, aus dem ich jäh herausgerissen wurde, als unsere Familie 1967 nach Windisch ins neu gebaute Haus umzog. Am neuen Ort konnte ich nie anwachsen, die Mentalität der neuen Umgebung blieb mir ein Rätsel. Wenn Kantonsschule, dann auf jeden Fall in Baden, damit ich meine alten Gespanen wiederfinden konnte. Es kam anders. Ich wurde nach Aarau geschickt – und ich widersetzte mich nicht. Das alte Leid ging weiter. Immerhin resultierte der bleibende Kontakt zu drei Kollegen, die mich in ihrer Gruppe geduldet hatten.
Das erste Studienjahr verbrachte ich in Fribourg, wo am ersten Tag im ersten Anatomie-Praktikum ein Student neben mir sass, der später mein Ehemann werden sollte. Die weiteren vier Jahre Ausbildung zur Tierärztin fand am Tierspital in Zürich statt.
Gleich nach Abschluss des Studiums heirateten wir und zogen nach Wald ZH, wo mein Mann seine erste Assistentenstelle hatte. Ich lernte haushalten und arbeitete Teilzeit in einer Kleintierpraxis in Jona.
Im Mai 1984 übernahmen wir eine Gemischtpraxis in Teufen AR. Diese ländliche Gegend mit ihrer alten, bäuerlichen Tradition war für mich der Himmel auf Erden. 4 Kinder wurden geboren, und ich entdeckte, dass diese Zweibeiner mir im Kern wichtiger waren als die Vierbeiner.
Im September 1991 endete diese Periode, als wir nach Irland zogen und einen eigenen Bauernhof übernahmen, von Milchwirtschaft, Käseherstellung und Biogemüse lebten. Zwei unserer Kinder gingen in Irland zur Schule, lernten Englisch und Irisch.
Der kaputte Rücken meines Mannes zwang uns, das Vorhaben aufzugeben und in die Schweiz zurückzukehren, erst nach Wolhusen LU, von wo aus mein Mann erneut nach einer Praxis suchte. In Wil SG wurde er fündig, übernahm 1995 den Grosstieranteil einer Gemischtpraxis. Ich war mit dem grossen Haushalt, vier Kindern, Telefondienst, Medikamentenherausgabe und Viehinspektorat beschäftigt genug, stieg nie mehr in meinen Beruf ein. Ab Januar 1999 allerdings übernahm ich die amtliche Aufgabe, in der Tiermehlfabrik Bazenheid den toten Kühen Hirnproben zu entnehmen und ans Labor zu schicken für den Untersuch auf Rinderwahnsinn. Diese Arbeit ermöglichte es mir, eigenständig zu leben, als ich nach viel weiterem Auf und Ab im August 2010 mich von meinem Mann, den grossen Kindern und dem Haus trennen musste. Mit 53 Jahren stand ich vor der Aufgabe, ein eigenständiges Leben zu führen, mit allen Rechten und Pflichten.
Nach Absolvierung einer 3-jährigen Kinesiologie-Ausbildung folgte ein Computer-Kurs, ein Rotkreuzpflegehelferkurs, vier Jahre Teilzeiteinsatz in der Betreuung betagter Personen, daneben 12 Monate aushilfsweiser Einsatz im Veterinärlabor St. Gallen. Der BSE-Hirnprobeentnahme blieb ich treu bis fast 2½ Jahre über das Rentenalter hinaus, bis Februar 2024.
2015 trat ein flüchtiger Bekannter in mein Leben. Es entwickelte sich eine wunderschöne Freundschaft. Nach sechs Jahren beschlossen wir, doch zusammenzuziehen. Wir kauften gemeinsam eine Wohnung und genossen drei glückliche Jahre, bis er Anfang Mai 2024 starb.