Reiseblog
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Woche 15
15.06.2026 - 21.06.2026
15.06.2026 Montag
Homer - Ninilchik 37 mi / 59 km
Homer - Ninilchik 37 mi / 59 km
Am Morgen hörte es um 6 Uhr auf zu regnen, aber es blieb grau und etwas windig. Doris ging mit Queeny an den Strand, wo Ebbe war. Queeny fand es gut, sah aber hinterher eher wie ein Deutscher Schäferhund aus. Als sie zurückkamen, war ich schon fast fertig damit, den Wagen abfahrbereit zumachen. Ich musste nur noch das Grauwasser ablassen, dann konnten wir losfahren. Zuerst ging es zum Safeway, wo wir noch Brot und Gemüse einkauften. Wir haben nun auch eine Safeway-Karte/Nummer. Wir mussten nur 100 Meter fahren, dann kamen wir zu einer Tankstelle, wo wir unseren Tank wieder auffüllten.
Weiter ging es zum Lockout, Eingangs Homer, wo wir kurz anhielten, um das iPhone zu koppeln. Wir sahen den speziellen „Wohnwagen” wieder, den wir vor vier Tagen schon bemerkt hatten. Diesmal war jemand da, der allerlei Dinge verkaufte, von Bärenkrallen bis Löffel. Doris fand dort Knöpfe aus Karibu-Knochen, die sie für ihre Armbänder verwenden konnte.
Als wir weiterfuhren, bemerkte Doris, dass sie den Geburtstag unserer Schwägerin Sonia vergessen hatte (das Problem, wenn man nur ein kleines Zeit Fenster hat: Wenn es bei uns 8 Uhr morgens ist, ist es in der Schweiz schon 18 Uhr). Wir erreichten sie und gratulierten ihr nachträglich. Dann rief unsere Tochter Rebecca noch an, sodass wir beide beschäftigt waren: ich mit Fahren und Doris mit Telefonieren.
Um 11:30 Uhr waren wir zurück in Ninilchik und fuhren wieder zum Deep Creek Campground. Ich nahm den gleichen Platz wie letzte Woche, dann ging Doris mit Queeny an den Strand. Ich hatte mir in Homer eine Kunststoffmuffe gekauft und bastelte mir eine Halterung für das Adapterstück des Abwasserschlauchs.
Danach aßen wir etwas Kleines zum Mittagessen und waren vollauf damit beschäftigt, dem Wind, der wieder wehte, auszuweichen, indem wir unseren Standplatz immer wieder änderten.
Um 17 Uhr kamen unsere Nachbarn (Jason & Amanda) vom Fischen zurück und begannen, ihren Fang (Alaska Razor Clams/Messermuscheln) zu reinigen und auszunehmen.
Wir grillierten unsere letzten Koteletts und dazu gab es Salat. Als wir fertig waren mit dem Essen, setzten wir uns vor das Feuer. Plötzlich gab Queeny an und Amanda brachte Doris eine Portion der Razor Clams zum Probieren. Sie waren leicht gewürzt mit Salz und Pfeffer und mit etwas Zitrone und Petersilie verfeinert. Doris schmeckte es sehr gut.
Nach dem Abwaschen ging sie mit Queeny an den Strand. Als sie zurückkam, setzten wir uns vor den Fernseher und sahen die Tagesschau und einen Krimi. Dann gingen wir ins Bett.
16.06.2026 Dienstag
Ninilchick
Heute war es wieder schön, aber wie gewohnt wehte ein starker Wind. Da wir gestern den ganzen Tag draußen waren und dem Wind getrotzt haben, waren wir ziemlich müde und haben die Nacht tief und fest geschlafen. Doris wollte am Morgen auch nicht aus dem Bett. Auch Queeny drängte heute Morgen nicht zum Spazierengehen. Um 8:30 Uhr ging Doris dann mit ihr an den Strand laufen und entsprechend sah sie aus, als sie zurückkamen. Danach frühstückten wir und Jason war bereits wieder damit beschäftigt, Muscheln zu zerteilen (was er übrigens den ganzen Tag machte). Wir erfuhren, dass sie 40 km mit dem Boot auf die andere Seite gefahren sind, um die Muscheln zu „ernten”. Auf dieser Seite sind sie seit 14 Jahren wegen Überfischung ausgestorben. Auf der anderen Seite gibt es noch welche, denn da leben keine Menschen.
Wir unternahmen heute nicht viel. Zunächst saßen wir im Windschatten des Hymers und dann gingen wir an den Strand, um Bernstein (Amber) zu suchen. Als wir zurückkamen, tranken wir im Windschatten einen Tee, Doris strickte und ich spielte endlich wieder einmal Gitarre und las. So verlief der Tag ruhig und friedlich.
Zum Abendessen gab es gegrillte Chicken und Doris erhielt noch etwas Muschelfleisch zum Grillen. Nachdem wir gegessen hatten, brachte Amanda einen Teller von ihrem Muscheleintopf.
Doris ging mit Queeny noch einmal an den Strand spazieren und ich verstaute unsere Sachen (Campingstühle, Tisch etc.) in der Garage. Danach gingen wir in den Hymer und schauten nach der Tagesschau noch einen Krimi.
17.06.2026 Mittwoch
Ninilchik - Nikski 116mi / 000 km
Wie gewohnt gingen Doris und Queeny an den Strand, wo Queeny ihre Freiheiten genoss.
Als sie zurückkam, war ich fast fertig mit dem Wagen. Dann gingen wir zu unseren Nachbarn Jason und Amanda rüber und verabschiedeten uns. Sie werden heute mit den Muscheln fertig und wechseln dann nach Homer, wo sie auf Halibutt fischen gehen wollen.
Wir fuhren los in Richtung Soldotna. Um 10:15 Uhr riefen Frank und Corinna (oH) an, und wir sprachen etwas mehr als eine Stunde miteinander. Dann fuhren wir weiter. Gegen 13:00 Uhr waren wir in Soldotna und fuhren dann nochmals 30 Meilen bis zum Captain Cook Recreation Area.
Wir suchten uns einen Platz und mussten leider feststellen, dass wir uns wieder in einem warmen Gebiet befanden und es leider wieder eine Menge Moskitos gab. Ohne Wind war es nicht erträglich, sodass wir die nächsten drei Stunden im Wagen verbrachten. Erst um 17:30 Uhr kam Wind auf und die Moskitos verabschiedeten sich.
Wir aßen die Reste zum Abendessen und dann musste ich noch einige Rechnungen machen, die verloren gegangen waren. Nach einem weiteren Barnaby gingen wir ins Bett.
18.06.2026 Donnerstag
Nikski - Soldotna 41mi / 66 km
Nach einer mühsamen Nacht mit wenig Schlaf wegen Moskitos stand ich um 6:15 Uhr auf, da ich um 7:00 Uhr ein Problem mit Marc, unserem Sohn, gemeinsam lösen wollte. Um 08:15 Uhr waren wir fertig.
Wir vertrieben noch die letzten Moskitos, die beim Rein- und Rausgehen (Spaziergang) von Doris und Queeny wieder in den Wagen geschlüpft waren.
Nachdem wir diese Aufgabe erledigt hatten, fuhren wir die Stützen hoch und fuhren dann Richtung Soldotna. Da Queeny seit circa zwei Wochen unregelmäßig mit dem rechten Vorderbein hinkt und wir die Ursache nicht finden konnten, gingen wir mit Queeny in Soldotna zum Tierarzt gehen. Die Praxis liegt nur etwa drei Kilometer vor unserem Campground.
Um 10:50 Uhr waren wir in der Twin Cities Veterinary Clinic. Doris ging hinein und erhielt einen Termin um 12:00 Uhr. Wir parkten den Wagen so, dass wir genügend Platz hatten. Ich machte mich an die Buchhaltung und parallel dazu schauten wir uns das WM-Spiel Schweiz – Bosnien an. Um 11:55 Uhr ging Doris ins Gebäude und kam um 12:45 Uhr wieder zurück. Anscheinend hat Queeny sich an einem spitzen Stein verletzt und dadurch eine Entzündung aufgelesen. Sie hat nun für eine Woche einen Entzündungshemmer erhalten.
Wir fuhren die letzten 3 km bis nach Soltona, wo wir im Klondike RV eincheckten . Wir kennen den Campground seit etwa sechs Jahren. Anschließend fuhren wir zum Fred Meyer und deckten uns mit Vorräten ein. Einige Sachen haben wir nicht gefunden, die werden wir morgen im Walgreen und im Safeway holen.
Anschließend fuhren wir zum Campground zurück, duschten und setzten uns dann noch etwas in die Sonne (fast ohne Moskitos). Da wir spät zu Mittag gegessen hatten, aßen wir eine Suppe und eine halbe Wassermelone.
Wie üblich sahen wir die Tagesschau und einen Krimi, bevor wir ins Bett gingen.
19.06.2026 Freitag
Soldotna
Wie gewohnt gingen Doris und Queeny ihren Morgenspaziergang machen. Ich hatte mir heute vorgenommen, die beiden großen Boxen – einmal Lebensmittel und einmal Allgemeines und Putzzeug etc. – auszuräumen und den Lagerbestand zu überprüfen.
Ich unterbrach die Arbeit, als Doris das Frühstück machte. Um 11:00 Uhr war ich fertig und musste noch das 12-V-Ladegerät neu befestigen, da es bisher nur mit Klettband an der Filzverkleidung der Tür befestigt war. Nun habe ich es richtig befestigt und wir werden sehen, wie lange es hält.
Doris wollte ihre Mutter anrufen, doch plötzlich ging ihr Mobil nicht mehr im normalen Netz. Nach drei Stunden gab ich es auf, aber wenigstens ihre Combox ging wieder. Aber um 13:30 Uhr (23:30 Uhr Schweizer Zeit) musst du auch nicht mehr bei Swisscom anrufen.
Ich werde es heute Abend versuchen, vermutlich ist die eSIM defekt (hoffe ich).
Um 14:30 Uhr fuhren wir noch in die Stadt, die nur zwei Meilen vom Campground entfernt ist. Zuerst ging es zum Walgreen (eine Apotheke mit allerlei Dingen, so wie Müller). Ich suchte noch einen Blutstiller, den man bei Schnittverletzungen beim Rasieren verwendet. Dort hatten sie es nicht, nur ein Gel, das aber drei Stunden brauchte. Dann fuhren wir zum Safeway. Dort fanden wir es per Zufall, aber es gab keine Cola Light mehr.
Danach gingen wir noch zum Sportsmans Warehouse , ein riesiger Laden für Jagen, Fischen und Camping.
Die hatten wirklich alles, was Gott verboten hat. (echte Waffen, Blasrohre, Luftdruck-Maschinengewehre etc.). Danach gingen wir noch rasch in die angrenzende Mall, die aber nichts Besonderes war. Als wir zum Wagen gingen sahen wir noch einen Outdoor Laden, war etwas eleganter und hatte aber für uns auch nichts braubares.
Danach gingen wir zu Fred Meyer, wo wir noch Diet Coke kauften. Anschließend tankten wir den Wagen voll und nahmen etwas Holz mit.
Zurück auf dem Campingplatz machte Doris „Gschwelti mit Sauercreme“ zum Abendessen. Einfach, aber gut.
Wir saßen noch einige Zeit draußen, da es bei einem 22-stündigen Tag um 17.00-18.00 Uhr fast am wärmsten wird, und genossen die Ruhe. Wir mussten feststellen, dass wir bisher in Alaska die einzigen waren, die draußen aßen.
20.06.2026 Samstag
Soldotna - Snug Harbor - Cooper Landing -Hope 141 mi / 000 km
Nach dem üblichen Spaziergang von Doris und Queeny sind wir um ca. 9:00 Uhr in Soldona losgefahren. Wir waren der Meinung, dass wir die ca. 40 Meilen (24 Meilen auf schönen Teerstraßen und 14 Meilen auf unbefestigter Kiesstraße) problemlos in einer Stunde schaffen würden. Wir brauchten jedoch fast zwei Stunden, da die 14 Meilen doch viele Löcher hatten, die Straße sehr schmal war und man immer mit Gegenverkehr rechnen musste. Am hinteren Parkplatz am See war alles voll mit Pick-ups, Trailern und Zelten und man hatte sogar Probleme zu wenden. Wir hatten vergessen, dass Samstag war und die Lachse zurückkamen. Dann fuhren wir zum zweiten Platz. Wir hatten die Informationen von Jason, den wir in Ninilchik getroffen hatten. Dort war eine ganze Gruppe von Campern mit großen Trailer-Anhängern. Sie meinten, dass noch andere Trailer kommen würden und dass es keinen Platz für uns gäbe. Es waren sehr komische Leute, darum haben wir uns wieder verabschiedet.
Das war die ganze Strecke so, mit sehr viel Gegenverkehr. Dann fuhren wir nach Cooper Landing, zuerst zum großen Campground am See. Da war alles reserviert, dann zum anderen Campground, wo wir vor zwei Wochen waren. Aber auch da das gleiche Bild: entweder besetzt oder reserviert. Es gab noch einen Platz, aber der war für Zelte und für unseren Wagen zu klein. Also fuhren wir zur Highway zurück. Dort sollte es gemäß Schild einen RV-Campground geben, aber wir fanden nur eine Baustelle.
Also fuhren wir weiter und nach fünf Meilen machten wir auf einer Raststätte eine einstündige Mittagspause. Um 14:30 Uhr fuhren wir weiter nach Hope. Aber auch da hatten wir keine Chance. Wir fuhren ins Old Town von Hope, aber alles war belegt oder reserviert. Dann fuhren wir zur Recreation Area, aber auch dort war alles belegt oder reserviert. Schließlich fuhren wir zu einem Motel mit Campground, aber auch dort war alles belegt oder reserviert.
Sie meinte, beim Musiklokal hätte es vielleicht noch Platz für uns, aber da war es sehr laut (wir kennen es von früher) und sie schließen erst um 2 Uhr nachts. Also kein idealer Übernachtungsort.
Wir fuhren zehn Meilen zurück zu einer Rest Area, wo schon zwei große Fahrzeuge in Parkposition waren, und parkten auch dort. Es war ein älteres Ehepaar aus Wisconsin, das mit seinem großen Wohnlastwagen unterwegs war. Mangels anderer Möglichkeiten blieben wir dort. Das einzige Handicap wist, dass es für Queeny sehr mühsam ist, spazieren zu gehen, da wir nur auf dem Platz mit ihr laufen können, denn rundum ist Wildnis.
So aßen wir unser Nachtessen und um 21:00 Uhr hatten wir unseren wöchentlichen Video-Call mit Marc und Lenny. Danach gingen wir ins Bett.
Campground Daten:
Rest Area (Turn Out on Turnagain Arm)
Preis ; free
Leistung:
Leistung:
21.06.2026 Sonntag
Hope - Hope (Old Town) 10 mi / 16 km
Wir standen um 8 Uhr auf. Da Doris mit Queeny nicht groß auf dem Parkplatz laufen konnte, ging es nur ums Versäubern. Danach gab es Frühstück und anschließend lasen wir die Zeitung. Doris stellte fest, dass ihr Telefon plötzlich wieder funktionierte. Das hat vermutlich damit zu tun, dass in Soldotna der Anbieter nur in 3G sendete und Swisscom das nicht mehr unterstützt. (Vermute ich.) Jetzt jedenfalls hatte sie einen Anbieter, der 4G sendete, und es funktionierte wieder. Um 10:50 Uhr hatten wir noch einen kurzen Videoanruf mit Frank & Corinna (oH) und um 11:30 Uhr fuhren wir los, nach Hope (Old Town). Um 11:50 Uhr waren wir angekommen und wie erwartet war der halbe Campingplatz bereits leer. Wir waren gestern einfach einen Tag zu früh dran.
Wir konnten für zwei Tage die Site (Platz) 6 buchen. Nachdem wir den Wagen eingeparkt und den Strom angeschlossen hatten, gingen wir mit Queeny an das Ufer spazieren. Nach einer Stunde waren wir zurück, nahmen unseren Tisch und die zwei Campingstühle aus der Garage und setzten uns in den Windschatten des Wagens. Dort verbrachten wir eine Stunde und lasen etwas.
Doris wollte gerne einen Kaffee trinken gehen, also ließen wir Queeny im Wagen und liefen zum Coffee-Shop beim Museum. Dort setzten wir uns und Doris holte zwei Glacé und zwei Kaffee. Wir unterhielten uns mit zwei Gästen und der Inhaberin. Nach einer Stunde waren wir wieder zurück. Doris ging mit Queeny raus und ich flog mit der Drohne. Als Doris zurückkam, zeigte ich ihr einige Orte auf dem Bildschirm.
Danach gab es Spaghetti mit Tomatensauce und Salat zum Nachtessen. Danach schauten wir die Tagesschau und einen Krimi. Danach gingen wir ins Bett.
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