Reiseblog
UsCan 2025+
Woche 10
04.08.2025 - 10.08.2025
04.08.2025 Montag
Unfall Tuktoyaktuk 14.6 km ( Tag 3)
Diesen Morgen war das Wetter grau und trüb. Wir standen auf und machten Frühstück. Danach gingen ich daran, weitere Kontrollarbeiten durchzuführen, um eventuelle Schäden zu finden.
Danach habe ich alle Leuchten und die Solarmodule gereinigt. Das aufgefangene DEF (AdBlue) habe ich in eine Flasche umgefüllt.
20 Liter unseres Grauwassers haben wir aus dem Tank in die zweite WC-Kassette umgepumpt.
Um 13:00 Uhr hielt der Mann, der uns vor zwei Tagen versprach, einen Radlader zu besorgen (was er nicht konnte, da Holiday), an und entschuldigte sich. Er brachte uns ein Lunchpaket, das er zu viel hatte. Kurz danach hielt ein Bergefahrzeug von Nordwind, aber leider nicht für uns. Er teilte mir mit, dass er morgen mit dem größeren Bergefahrzeug käme und uns nach inuvik bringe.
Zwei Stunden später hielt ein weißer MAN vor uns. Im ersten Moment meinte ich, es seien Geri & Lucia, aber der war höher und hatte ein deutsches Kennzeichen. Es waren Christian & Sandra. Sie haben Josef & Doris in Inuvik getroffen und er bat sie, bei uns vorbeizuschauen und nach unserem Befinden zu fragen. Im Schlepptau hatten sie Bruno mit seinem blauen Mercedes Elefanten (kommt aus Gränichen). Wir haben uns bis 17 Uhr unterhalten und dann hat mir Christian noch zweimal acht Liter Wasser in unsere Reservewasserbeutel abgefüllt. Sie fuhren weiter nach Tuktoyaktuk.
Wir machten unser Chili con Carne warm, das wir noch im Gefrierschrank hatten.
Es regnete schon leicht, als Sandra, Christian und Bruno gingen. Aber um 21:00 Uhr entwickelte es sich zu einem richtigen Sturm. Da wir die Stützen im Moment noch nicht herunterlassen wollten (sie waren noch nicht kontrolliert worden, da sie sich unter dem Wagen befanden), schaukelte es recht heftig. So ging hoffentlich der letzte Abend am Wegrand vorbei.
05.08.2025 Dienstag
Unfall Tuktoyaktuk 14.6 km ( Tag 4) - Inuvik
Wir standen um 7:30 Uhr auf und frühstückten. Danach machten wir das Auto startklar und hofften, dass der Abschleppwagen auch kommt.
Um 10:15 Uhr kam der Lastwagen von Nordwind und wir konnten den Wagen auf die Ladebrücke fahren. Der Fahrer Jeremy hat selbst Hunde, sodass ich Queeny auf die Rückbank hieven konnte, wo Doris schon saß, und ich konnte auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Und wir fuhren los.
Es war eine unterhaltsame Fahrt. Nach 3,5 Stunden trafen wir in Inuvik ein und brachten uns zu Ned (Ned Day) dem Besitzer von Polar Tires & Lubes Inc., der einzigen Auto-Reparaturwerkstatt in Inuvik. (Sogar die Mounties (Police) lässt ihre Wagen dort flicken.)
Jeremy lud den Wagen ab und ging in sein Büro, um die Rechnung zu erstellen. Ned erlaubte uns, währenddessen wir warten bis das Material kommt, auf seinem Vorplatz im Hymer zu schlafen.
Dann schaute er sich das Fahrzeug an und klärte bei Mercedes-Benz Edmonton ab, ob die Teile verfügbar seien (Kühler und AdBlue-Tank oder -Ventil). Am Mittwoch werden die Teile verschickt und sollten zwischen Freitag und Samstag da sein. Wenn wir Glück haben, sind wir Anfang nächster Woche wieder auf der Straße.
Da wir im Moment ja kein Fahrzeug haben, machten wir einen Spaziergang mit Queeny in die Innenstadt von Inuvik (40 Minuten pro Weg) und schauten nach Futter für Queeny, das ohne Weizen oder Reis ist. Wir fanden aber nur eines mit Süßkartoffeln, das aber 15 Kilo schwer war. :-)
Zum Nachtessen aßen wir die Spar Ribs aus der Lunchbox von gestern und schauten noch etwas Fernsehen.
06.08.2025 Mittwoch
Inuvik (industrial Road) 1.Tag
Inuvik (industrial Road) 1.Tag
Heute Morgen standen wir erst um 8:30 Uhr auf. Das Wetter war grau und unfreundlich. (6-8 Grad)
Doris machte wieder einen langen Spaziergang mit Queeny nach Downtown Inuvik.
Als sie zurückkam, holte sie etwas Brot und Müsli im Laden in der Nähe. (10 Minuten).
Nach dem Frühstück hatten wir einen zweistündiges Video-Call mit unseren Freunden Frank und Corinna (ohne Hund). Wir haben sie in Brokdorf und in Hamburg bei der Abgabe des Hymers getroffen und hören uns fast jede Woche.
Nachdem wir das Gespräch beendet hatten, wollte ich den Rest des Wagens kontrollieren. Aber es fing an zu regnen, also blieb ich im Wagen und habe einiges an der Homepage gemacht.
Währenddessen hat Doris im Omnia Apfelkuchen und Brot gebacken.
Zum Nachtessen gab es Geschnetzeltes-Poulet mit Reis und Mais-Salat. Wir haben extra etwas mehr Reis gemacht, um morgen Reis-Thon-Salat zu machen.
Danach schauten wir die Tagesschau und 10-vor-10 und zum Abschluss eine Episode von Dan Sommerdahl.
Später gingen wir ins Bett.
07.08.2025 Donnerstag
Inuvik (industrial Road) 2.Tag
Es regnet. Um 6:00 Uhr waren es 3 Grad. Wir blieben so lange wie möglich im Bett.
Doris und Queeny sind so gegen 9 Uhr losgelaufen. Sie haben darauf geachtet, sich so lange wie möglich im Kies oder Gras entlang gingen
Ich habe den Boden geputzt, die Betten gemacht und das Futter für Queeny vorbereitet.
Nach dem Frühstück ging Doris das nötigste einkaufen und ich arbeitete etwas am Computer.
Um 14 Uhr hörte es auf zu regnen, aber der Himmel blieb bedeckt und die Temperatur stieg auf 10 Grad.
Wir hatten langsam kein Wasser mehr, also bin ich zu Ned mit meinen beiden Faltkanistern gegangen und habe gefragt, ob er irgendwo Trinkwasser auf dem Gelände hat. Er hat verneint. Er ging in sein Büro und sagte zu mir, ich soll mitkommen.
Er sagte seinem Angestellten, dass er in zehn Minuten wieder da sei. Wir sind dann in seinen Pick-up gestiegen und zu seinem Haus gefahren. (ca. 3 km) Da haben wir die drei Kanister aufgefüllt und er hat mir auch noch den Zwinger mit seinem Husky gezeigt. Dann sind wir wieder zum Shop gefahren. Dann habe ich das Wasser in den Tank gefüllt und er ging wieder an die Arbeit.
Um 18:00 Uhr kam Ned zu uns und sagte, dass der Kühler (Radiator) von MB erst heute losgeschickt wurde. Wir mussten am Abend wieder die Dieselheizung anschalten bevor wir etwas fernsehen schauten.
08.08.2025 Freitag
Inuvik (industrial Road) 3.Tag
Heute war es schon wärmer (6 Grad) am Morgen. Zum Glück hat es aufgehört zu regnen und die Sonne hat sich sogar blicken lassen. Im Moment ist es so, dass wir regelmäßig erst spät aufstehen. (Erst wenn Queeny motzt).
Nach dem Spaziergang mit Queeny und dem Frühstück setzte Doris sich wieder an ihre Bändeli und ich las noch etwas.
Wir haben uns dann doch entschieden, um 12 Uhr noch Hundefutter für in die Reserve zu holen. Es sah nicht mehr so gut aus mit der Möglichkeit, am Dienstag wieder unterwegs zu sein. Queeny musste im Wagen bleiben, weil wir sie nicht draußen beim Laden anbinden konnten.
Wir sind also einen Kilometer zum Laden gelaufen, haben den 15-Kilo-Sack Hundefutter (das war der einzige ohne Getreide oder Reis) und ein paar andere Lebensmittel gekauft, bezahlt und sind dann wieder zurückgegangen. Ich hätte nie gedacht, dass 15 Kilo so schwer sein können. :-)
Als wir im Hymer ankamen, haben wir die 15 Kilo in kleinere Futtersäcke zu je 5 Kilo aufgeteilt und sie wieder verschweißt. Die letzten 5 Kilo haben wir dann auch noch in 230-Gramm-Säcken verpackt. Nachdem wir das erledigt hatten, habe ich erst mal ein bisschen gelesen & geschlafen. Doris machte mit ihren Bändeli weiter.
Zum Abendessen gab's Baked Beans und süß-saure Gurke mit Zwiebeln (siehe Rezept). Es ist echt easy, aber trotzdem gut.
Wir haben den Abend mit ein bisschen Fernsehen ausklingen lassen.
09.08.2025 Samstag
Inuvik (industrial Road) 4.Tag
Nach dem Spaziergang mit Queeny und anschliessendem Frühstück, liefen wir um 11.00h los nach Inuvik ( 40 min.) und besuchten den Artic Market ( ein Farmer Market, wo die Einheimischen selbst erzeugtes verkaufen). Doris besuchte den Market und ich blieb mit Queeny draussen. Ich traff ein Pärchen aus dem Graubünden die mit ihrem VW Bus unterwegs waren. Als Doris zurückkam ging wir zum Nordic Mart und Sie kaufte noch einiges ein. Nach 10 Minuten kam sie retour und wir liefen wieder unseren Weg retour zum Wagen. Um 14.00h waren wir Zurück und ich brachte Ned die zwei leeren Wasser Kanister mit der bitte sie bei Gelegenheit sie uns wieder füllen.
Den Nachmittag verbrachte ich mit der Reinigung des Unterbodens des Hymers und Kontrolle der Stützen.
Ich erhielt gestern abend endlich ein Lebenszeichen vom ETI Schutzbrief (TCS), nähmlich ein mail statt des versprochenen Anruf vor 5 Tagen.( etwas spät!!)
Dann kam noch Ned vorbei und brachte Wasser und meinte der Kühler könnte "Maybe" morgen kommen.
Zum Nachtessen machte Doris einen Auflauf im Omnia. Als wir gegessen hatten, schauten wir etwas Fernsehen.
Dann ging wir ins Bett.
10.08.2025 Sonntag
Inuvik (industrial Road) 5.Tag
Nach dem Spaziergang von Doris mit Queeny, gab es Frühstück. Dann erschien Ned und teilte uns mit das er alles erhalten und ab 15.00h Zeit hätte.
Wir machten den Wagen bereit und waren um 15.00h mit dem Wagen vor der Garage. Aber Ned hatte eine kleine Verspätung. Um 16.00 kam er und wir begannen mit der Demontage. Es war schwierig, hatte auch damit zu tun das Ned noch nie einen Mercedes Benz auseinander nahm :-). Was half, dass wir den Wagen mit Stützen so hoch wie möglich hochfuhren und ihn sicherten. So kamen wir viel besser ran. Den Kühler hatten wir nach 2.5 Std. aus -und den neuen wieder eingebaut und gefüllt. Beim DEF (AdBlue) defekt war leider das falsche teil gekommen ( DEF Verteiler) und nicht der DEF-Tank, der leckte. Also werden wir nochmals etwa 4 Tage in Inuvik bleiben müssen.
Wir werden morgen um 9 Uhr besprechen wann wir den Tank erhalten könnten und erklärt ab was einen neuen Bumper (Frontteil mit Stossstange kostet.
Um 20.00h fuhren wir zum Campground Happy Valley in Inuvik. Wir gingen nach 14 Tage endlich wieder duschen.
Dann assen wir etwas und gingen bald schlafen.