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W09 - Obrist-com.ch

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  Reiseblog
UsCan 2025+
Woche 09
28.07.2025 - 03.08.2025
28.07.2025 Montag
Dawson City .....   ( Eagle Plains) 410 km

Wie gewohnt stand Doris um 7 Uhr auf, um mit Queeny ihren Morgenspaziergang zu machen.
Danach musste noch gedumpt werden, was relativ schwierig war, da der Grauwasser-Verschluss vermutlich einen Kurzschluss hat.
Vorgestern funktionierte der Reed-Kontakt der Treppe nicht mehr.
Es ist also ein richtiges Glamping-Fahrzeug, es sieht gut aus, ist aber nur für Anwendungen von Campingplatz zu Campingplatz brauchbar. :-)
Wir hatten noch eine Handpumpe und so musste ein Frischwasserschlauch dran glauben. Es ging zwar langsam, aber wir konnten so den Grauwassertank leeren. Ich werde an Hymer schreiben, aber man wird vermutlich keine Hilfe erhalten.
Dann fuhren wir los und waren nach sieben Stunden in Eagle Plains. Wir gingen zuerst tanken und danach zum Campingplatz.
Wir aßen die Reste vom Vortag und gingen früh ins Bett.
29.07.2025 Dienstag
(Eagle Plains) .... Inuvik      362 km

Um 08:30 Uhr fuhren wir in Eagle Plains ab. Auf dem Weg nach Inuvik mussten wir bei den beiden Fähren etwas warten, aber sonst ging alles gut und wir kamen um 15:30 Uhr in Inuvik an. Zuerst gingen wir zum Tourist-Info und dann zum staatlichen Campground.
Auch dort war die Auslastung nicht so groß. Wir fanden problemlos einen Platz. Als wir unseren Platz aussuchten, trafen wir zwei Zürcher, die seit zwei Jahren unterwegs sind. Er hat 45 Jahre in der Bahnabteilung von ABB in Oerlikon und Turgi gearbeitet.
Nach dem Abendessen ging Doris mit Quenny spazieren und ich musste noch einige Bankgeschäfte erledigen.
30.07.2025 Mittwoch
Inuvik      000 km

Heute Nacht hat es stark geregnet, weshalb es am Morgen recht dreckig war.
Nach dem Frühstück fuhren wir in die Stadt.
Nach dem Frühstück fuhren wir in die Stadt, um etwas einzukaufen. Die Lebensmittel sind extrem teuer, aber es ist alles vorhanden. Nach dem Einkaufen gingen wir tanken. (Auch sehr teuer!)
Um 12:10 Uhr kam das WhatsApp-Video von Frank und Corinna. Wir haben die beiden bei unserem UsCan2025+-Training in Brokdorf (DE) kennengelernt. Wir trafen uns nochmals in Hamburg, als wir das Auto aufs Schiff brachten. Seitdem telefonieren wir alle zwei bis drei Wochen per Video. Dieses Mal wurde es ein etwas längeres Gespräch (2 Stunden).
Als wir fertig waren, regnete es schon wieder. Also nahm ich meine Gitarre und fing an, ein neues Lied einzustudieren.
(Aaron Watson – Am I Amarillo). Irgendwie machte es wieder Spaß, Musik zu machen.
Währenddessen hat Doris zuerst einen Apfelkuchen und später noch ein Brot gebacken.
Zum Abendessen gab es Gemüse zum Dippen und Tortillachips mit Salsa.
Dann hatten wir plötzlich einen Schweizer Abend.
Zuerst kamen mit dem großen MAN-Lastwagen einem Ehepaar aus Zug, (Geri & Lucia) das wir schon in Dawson kennengelernt hatten. Da niemand da war, stellten sie sich auf einen leeren Platz und gingen mit Kollegen essen. Kaum waren sie weg, kam Dani aus dem Thurgau mit seinen drei Kindern vorbei. Sie hatten unsere CH-Nummer gesehen. Eigentlich hatten sie den Platz reserviert, den die Zuger besetzt hatten.
Sie stellten ihren Wagen dann auf den Stellplatz nebenan. Dann kamen die Zuger zurück und man einigte sich darauf, dass jeder stehenblieb, wo er war.
Um 23 Uhr ging Dani's Frau Birgitt, die später dazugekommen war, auch. Dani hatte zwischenzeitlich Abendessen gemacht.



31.07.2025 Donnerstag
Inuvik - Tuktoyaktuk    167 km

Wir fuhren um 9 Uhr in Inuvik ab, fuhren noch etwas durch die Stadt und schon begann wieder die Schotterpiste.
Wir machten zwei oder drei kleine Stopps und kamen um 13:30 Uhr in Tuktoyaktuk an. Die Touristeninformation hatte leider nicht geöffnet, sodass wir direkt zum Arktischen Ozean fuhren.
Heute Nachmittag war es in Inuvik schon kalt (8 Grad), aber in Tuktoyaktuk waren es laut Wetter-App maximal 6 Grad. Die Tagestemperatur war noch etwas kälter. Ich hätte nie gedacht, dass wir diese Sommer die Dieselheizung nochmals brauchen würden. :-) Dann parkten wir und gingen mit Queeny zum Arktischen Ozean. Wir waren 2023 das erste Mal dort, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Touristen nicht unbedingt ein Glücksfall sind.
Doris machte uns eine Suppe. Danach las/schlief ich etwas und Doris häkelte wieder Bären.
Wir sahen zum ersten Mal einen zweiten Hymer Crossover in Nordamerika.
Danach machten wir, leicht aufgewärmt, nochmals eine kleine Wanderung durch Tuk. Zum Abendessen gab es Geschnetzeltes mit Kartoffelstock und Bohnen.
In der Zwischenzeit kamen die Zuger (Geri & Lucia) in Tuk an und parkten ihren MAN in der Nähe. Ein wirklich schönes Fahrzeug! Am Abend waren wir dann bei ihnen im MAN zu einem Glas Wein (für Doris) und eine Cola Light (für mich) eingeladen.
Wurde ein lustiger und Interessanter Abend.
01.08.2025 Freitag
Tuktoyaktuk    000 mi / 000 km

Auch diese Nacht lief die Dieselheizung, aber am Morgen war strahlend blauer Himmel und es wurde sehr schnell warm und erträglich.
Aus diesem Grund haben wir beschlossen, noch einen Tag länger zu bleiben. Ich reparierte den Reed-Kontakt bei der Treppe und schaute mir das Problem mit dem Abwasserventil an. Das wird ein größeres Problem.
Am späteren Nachmittag gingen wir an den hinteren Kiesstrand. Ich bin etwas mit der Drohne geflogen und Queeny konnte dort frei laufen. Dann kamen Geri und Lucia und gingen im Arktischen Ozean schwimmen. Laut Geri war das Wasser etwa 16 Grad warm.  Als sie wieder warm angezogen waren, gingen wir zurück zu unseren Autos und verabredeten uns zu unserer privaten 1.-August-Feier.
Um 18:30 Uhr kamen die beiden zu uns rüber und wir aßen Spaghetti mit Tomatenpesto und Salat. Dann spielte Geri die Nationalhymnen vom Handy ab und wir hatten einen lustigen Abend. Da das Wetter sonnig war, war um 24:00 Uhr die Sonne immer noch nicht untergegangen. Es war ein super Abend.


02.08.2025 Samstag
Tuktoyaktuk - Inuvik Unfall   014,6 km

Wir standen wie gewohnt auf. Doris ging mit Queeny Gassi, während ich das Bett machte und den Boden von ihren Haaren reinigte.
Dann wurde der Wagen startklar gemacht und die Stützen eingefahren.
Als sie zurückkamen, bekam Queeny ihr Essen, und wir verabschiedeten uns von Geri und Lucia. Dann fuhren wir los.
Es war ein schöner Morgen und überall sah man etwas. Wir hielten noch bei einem Informationsplatz, der bereits außerhalb von Tuktoyaktuk lag, und besichtigten die Schautafeln. Dann ging es weiter und es kam eine langgezogene, kupierte Rechtskurve. Da ich nicht sehen konnte, ob jemand kam, fuhr ich sehr rechts mit etwa 50 km/h. Normalerweise fährt man in der Mitte der Straße und geht nach rechts, wenn man jemanden sieht.
Am Ende der Kurve war ich einen Moment lang irgendwie abgelenkt, sodass mein rechtes Rad auf den weichen Rand der Straße kam. Auch Gegensteuern half nicht mehr und ich fuhr in den Graben.
Gott sei Dank wurde niemand verletzt. Alles im Wagen war von hinten nach vorne verschoben worden. Wir konnten problemlos aussteigen und auch der Airbag hat nicht ausgelöst.
Wir drei gingen aus dem Wagen, rauf auf die Straße. Nach zwei Minuten hielt ein Lkw. Der Fahrer versprach, dass er schauen würde, ob ein Radlader komme, der uns aus dem Graben holt. Auch ein zweiter kam und versprach, er würde schauen. Aber es kam niemand.
Wie wir später erfuhren, hatten sie ein langes Wochenende (Freitag bis Montag).
Ein österreichisches Ehepaar hielt an und ich bat sie, Geri zu informieren, dass er sich die Sache mit seinem MAN anschaut.
Nach einer Stunde war er da. Kurz darauf hielten Eugen und Lisbeth an, die wir in Talkeettna getroffen hatten.
Wir fingen unter Anleitung von Geri an zu schaufeln und Löcher auszufüllen. Dann zog Geri den Wagen innerhalb einer Stunde wieder auf die Straße.
Ich sammelte alle Bestandteile (Plastik) auf und wir sahen uns den Wagen an. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass der Kühler undicht war; sonst sah man nicht viel. Dass der DEF-Tank (AdBlue) einen Riss bekommen hatte (es tropfte), sah ich erst später und stellte etwas darunter.
Eugen fuhr dann weiter und versuchte, für mich in Inuvik ein Bergungsfahrzeug zu organisieren. (Ein 4x4 darf nicht abgeschleppt werden, er muss aufgeladen werden.) Aber es war ein Feiertagswochenende und niemand war da.
Gegen 17:30 Uhr kamen Geri und Lucia, die ebenfalls auf dem Weg nach Inuvik waren, noch einmal vorbei. Auch sie wollten am nächsten Tag noch mal schauen, ob sie etwas organisieren könnten.
Nachdem sie gefahren waren, aßen wir etwas und irgendwann gingen wir zu Bett.


03.08.2025 Sonntag
Unfall Tuktoyaktuk 14.6 km ( Tag 2)

Nach einer nicht so ruhigen Nacht standen wir um 8 Uhr auf und frühstückten Müsli.
Ich reinigte den Wagen und fing an, alles zu untersuchen, was möglich war.
Bisher habe ich nur meine Computermaus und meinen GoPro-Stick nicht gefunden.
Wir hatten den ganzen Tag tolle Begegnungen: Eine einheimische Frau hielt an, fragte, ob es allen gut gehe, und gab mir eine Handvoll getrocknetes Caribou-Fleisch. Von einem anderen aus Illinois erhielten wir zwei Flaschen haitianisches Quellwasser und von einem amerikanischen Paar erhielt Doris eine Dose kanadisches Bier (sie hätten leider kein amerikanisches mehr).
Antoinette und Remko trafen wir schon am Vortag, und sie hielten auf der Rückfahrt noch einmal an.
Sie sind Niederländer, leben in Vancouver und boten uns Hilfe bezüglich einer Reparatur in Vancouver an. Wir dürften auch bei ihnen übernachten.
Später hielt noch ein grauer großer Truck mit DE-Schildern (Josef und Doris). Die schauten für uns auch nochmals in Inuvik wegen dem Abholen unseres Fahrzeugs.
Es war schon speziell, wie viele uns helfen wollten.
Zum Abendessen gab es Spaghetti und gebratene Kartoffeln. Später räumten wir den ersten Teil der Fächer aus und ein.
Um 23:00 Uhr gingen wir schlafen.

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